Pressemitteilung

Hilse: Keine Vereinnahmung der Umweltschützer der „DDR“ für die „große Transformation“

Berlin, 23. September 2020. In einer Pressekonferenz hat Bundesumweltministerin Svenja Schulze eine „Umwelt- und Naturschutzbilanz der deutschen Einheit“ gezogen. Der umweltpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag Karsten Hilse, direkt gewählter Abgeordneter für Bautzen, kritisiert die „Vereinnahmung“ der Umweltschützer der früheren „DDR“ für die „Wahnidee von der großen Transformation für den ‚Klimaschutz‘“:

„Statt das Erreichte zu würdigen, missbraucht Ministerin Schulze die Ex-DDR Umweltschützer, indem sie sie als frühe Unterstützer ihrer Klimaschutz-Wahnideen vereinnahmt. Nichts lag diesen echten Helden des Umweltschutzes ferner als das, was die Ministerin unter dem Kampf gegen den ‚Klimawandel‘ versteht, nämlich die mutwillige Zerstörung unserer Lebensgrundlagen durch ‚drastische Veränderung der Art, wie wir wirtschaften müssen‘, also ‚durch sozial-ökologische Transformation‘, wie der Präsident des Umweltbundesamtes der Ministerin assistiert.

Die Umweltschützer der früheren DDR wollten das genaue Gegenteil, nämlich eine intakte Umwelt bei gleichzeitig hohem Wohlstand durch den Zugriff auf jederzeit verfügbare, aber bezahlbare Energie – und keine sozial-ökologische ‚Transformation‘, deren schreckliche Folgen sie jeden Tag im sozialistischen Alltag erlebt hatten.

30 Jahre deutsche Einheit sind ein guter Grund, auch die Aktivitäten der Umweltschützer der ehemaligen DDR zu würdigen. Schließlich haben diese bis zur friedlichen Revolution erhebliche persönliche Nachteile im Beruf und Privatleben auf sich genommen, um zu verhindern, dass weite Flächen der ehemaligen DDR weiter zur Kloake verkommen.

So waren sie gut vorbereitet, als die friedliche Revolution sie zu anerkannten, kompetenten und gleichwertigen Gesprächspartnern der entsprechenden Behörden auf der Westseite machte. Ihre selbstlose und oft für sie gefährliche Vorarbeit bildete die Grundlage für die schnelle Umwandlung großer Flächen in den Ost-Bundesländern in Naturschutzgebiete, Naturparks und später auch Biosphärenreservate.

Auf keinen Fall wollten sie von in der Sache ahnungslosen Westpolitikern für deren Ziele vereinnahmt und missbraucht werden. Genau das aber versucht Umweltministerin Svenja Schulze in ihrer ‚Umwelt- und Naturschutzbilanz der deutschen Einheit‘.“

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