Pressemitteilung

Stephan Protschka: Der hohe Flächenverbrauch gefährdet die Ernährungssicherheit

Berlin, 31. Januar 2022. In einer Kleinen Anfrage (BT-Drs. 20/435) hat die AfD-Bundestagsfraktion den nach wie vor hohen Flächenverbrauch in Deutschland thematisiert. Die Reduzierung des Flächenverbrauchs für Siedlung und Verkehr gehört zu den zentralen umwelt- und klimapolitischen Zielen der neuen Bundesregierung in der 20. Legislaturperiode.

Zu den Antworten äußert sich der agrarpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Stephan Protschka, wie folgt:

„Der hohe Flächenverbrauch ist weiterhin eines der drängendsten Umweltprobleme in Deutschland. In den vergangenen 30 Jahren wuchs die Siedlungs- und Verkehrsfläche mit 24,5 Prozent deutlich schneller als die deutsche Bevölkerung mit 8,1 Prozent. Gleichzeitig stieg auch die durchschnittliche Wohnfläche pro Person an. Allein in diesem Zeitraum wurden etwa 1,4 Millionen Hektar beste Agrarflächen durch Verbauung vernichtet. Das entspricht ungefähr der gesamten Ackerfläche Baden-Württembergs. Seit etlichen Jahren gibt es das Ziel, den Flächenverbrauch auf weniger als 30 Hektar pro Tag zu reduzieren. Trotzdem werden auch heute noch täglich 52 Hektar – das entspricht 73 Fußballfeldern – verbaut.

Das bedeutet, dass wir in Deutschland bei wachsender Bevölkerung immer mehr Platz zum Wohnen, aber immer weniger Fläche zur Nahrungsmittelproduktion zur Verfügung haben. Wie wollen wir mit immer weniger landwirtschaftlich nutzbarem Boden immer mehr Menschen ernähren? Scheinbar hat die Bundesregierung auf diese wichtige Frage noch keine Antworten.

Für die AfD-Bundestagsfraktion steht fest, dass der Boden unser kostbarstes Gut ist. Sind unsere landwirtschaftlichen Böden erst einmal fort, dann bleibt uns nur mehr der Import. Ganz abgesehen von den negativen Folgen für die biologische Artenvielfalt. Wir müssen deshalb die für unsere Ernährungssicherheit so wichtigen Agrarflächen vor einer weiteren Verbauung schützen und dürfen außerdem keine weitere Verschandelung der Landschaft durch Wind- und Sonnenkraftindustrieanlagen zulassen. Repräsentative Umfragen zeigen deutlich, dass mehr als 80 Prozent der Befragten diesen Forderungen zustimmen.“

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